Mittwoch, 15. Januar 2014

15.01.2014: Erster wirklich guter Flug

Fliegen hat heute wirklich gepasst (siehe Titel).

Damit es für die Fußgänger unter meinen Lesern nicht langweilig wird, schreib ich heute zu einem anderen Thema: die Hitze.

Hier in La Cumbre ist es tagsüber wirklich heiß, laut einschlägigen Quellen aus dem Internet 36 ° Celsius (ein Thermometer habe ich leider nicht). Dazu sage ich nur: Das gilt für den Schatten, und der ist hier Mangelware. Gut aushalten kann man es nachts, da wird es richtig kühl. Spätestens kurz vor Sonnenaufgang muss ich mich sogar zudecken. Außerdem angenehm ist es in der Luft und im Pool.
Ich habe es nicht gemessen, sondern nur überschlagen, aber so an die 5 Liter trinke ich sicherlich am Tag.

Trotzdem ist La Cumbre ein schöner Ort, mit bunten Häusern, einer 7 Meter hohen Christus-Statue (Cristo Redentor) auf einem Hügel über der Stadt, vielfältiger Gastronomie und Freizeitaktivitäten wie Wandern, Reiten, Radfahren, Geländewagentouren, Baden in Bächen, ...

Die Bilder sind zwar nicht von heute (und keine Kunstwerke), aber trotzdem ganz frisch:




Dienstag, 14. Januar 2014

14.01.2014: Alles gut

Sorry, aber ich habe heute kein einziges Foto gemacht.

Nachdem ich gestern ja etwas genervt war, bin ich heute schon wieder viel besser drauf, und das obwohl ich heute im Gegensatz zu gestern gar nicht in der Luft war.

Die Gründe könnten sein:

  1. Ich habe mir keinen Wecker gestellt und habe lange geschlafen.
  2. Das Wetter war heute so, dass ich selber nicht fliegen wollte. Für den Laien eigentlich super (warm, sonnig, ein paar Schönwetterwolken). Für mich als Gelegenheitspilot zu windig und zu thermisch.
  3. Ich habe 2 nette Gleitschirmfliegerinnen kennen gelernt, die eine aus Deutschland, die andere aus der Schweiz.
Ich hatte dadurch Gelegenheit, meine Stimmung auf Deutsch mitzuteilen und zu diskutieren, und das ist natürlich das Beste, was mir heute passieren konnte.
Außerdem hat mir Álvaro aus Tucumán erzählt, dass Cuchi Corral schon sehr speziell ist, eigentlich eine geschlossene Gemeinschaft, in die man nicht so leicht hineingelassen wird. Im Rest von Argentinien ist das alles viel relaxter.

Also bin ich mal großzügig und gebe Cuchi Corral morgen noch eine Chance. Wenn es mit dem freien Fliegen (damit meine ich ohne Dazwischenquasseln von Fluglehrern) nichts wird, dann ziehe ich eben weiter...

Montag, 13. Januar 2014

13.01.2014: Bin etwas genervt

Ich bin heute ein wenig genervt!

Gestern hatte ich mich noch gefreut, dass es hier so nette Fluglehrer gibt, die einem alles erklären und sich um einen kümmern. Heute ist diese Freude leider ins Gegenteil umgeschlagen.

Es gibt hier fast mehr Fluglehrer als Flieger. Ich habe 6 (!) Stück an diesem eigentlich einfachen Startplatz mit einem riesigen Landeplatz, der direkt vor dem Landeplatz liegt, gezählt.

Und diese Fluglehrer lassen niemanden ohne Funkgerät fliegen. Wenn man keines hat, bekommt man eines umgehängt.

Das wäre nicht weiter schlimm, wenn sie nicht genau dann mit einem sprechen würden, wenn man es am wenigsten braucht. Und das nervt eben - zumindest mich!

Ich fühle mich nicht nur wieder in die Flugschule zurückversetzt, sondern in den Flugkindergarten.

Auf dem Bild erkennt man ganz gut die Größe des Landeplatzes, links oben nicht mehr ganz auf dem Bild befindet sich der Startplatz:


Außerdem war das scheinbar einzige Transportmittel vom Landeplatz zum Startplatz immer noch kaputt und keiner der 6 (!) Fluglehrer fühlte sich den ganzen Tag über berufen, die unten wartenden Flugschüler (und mich) mit einem Geländewagen, den ein mit mir wartender Flugschüler ihn per Funk zur Verfügung gestellt hat, abzuholen. Erst gegen Abend kam einer dann gnädigerweise mal den Berg runtergefahren.

So hatte ich wenigsten ausgiebig Zeit, mich mit den anderen Wartenden zu unterhalten, im Fluss baden zu gehen (ich hatte diesmal meine Badehose dabei), gemeinsam zu essen und zu trinken.

Als weiteren Zeitvertreib hatten wir noch die Bergung eines Gleitschirms aus zwei mehreren Metern hohen Büschen mit langen Dornen. Haupthilfsmittel bei dieser Bergung waren eine Machete und eine Leiter.

Seit heute gibt es als neue Attraktion am Río Tinto 2 Bonsai-Dornbüsche.

Hier ein Bild der Kollegen bei der Arbeit:


Und damit keiner auf einen falschen Gedanken kommt: Mein Gleitschirm ist rot-weiß und nicht blau!

Sonntag, 12. Januar 2014

12.01.2014: Erster Flug in Argentinien

Obwohl meine Wind-App auf dem Smartphone etwas ganz anderes vorausgesagt hatte, war es den ganzen Tag ab ca. 11 Uhr in Cuchi Corral fliegbar.


Ich habe mir das ganze vorsichtig wie ich nun mal bin eine ganze Weile angeschaut, habe mir ein Wetter- und Gelände-Briefing von den anwesenden Fluglehrern geben lassen und bin dann gestartet. Der Flug hat zwar nur knapp 20 Minuten gedauert, aber für den ersten Erkundungsflug bin ich damit ganz zufrieden. Man soll es ja schließlich nicht übertreiben. Schön war, dass die ganze Zeit mehrere Kondore mit uns Gleitschirmfliegern unterwegs waren:


Für einen 2. Flug hat es leider nicht mehr gelangt, denn das Auto, mit dem man vom Landeplatz am Rio Tinto wieder an den Startplatz gebracht wird, war kaputt und es fährt sowieso nur dann, wenn mindestens 4 Piloten zusammenkommen. Das klingt zwar nach nicht viel, aber die meisten Piloten landen wieder auf dem Startplatz ein. Das nächste Mal packe ich meine Badehose ins Gurtzeug, da man hier im Fluss baden kann:


Aber wie Ihr seht, hat es dann doch noch mit dem Transport zu meinem Auto am Startplatz geklappt.

Die nächsten 2 Tage sollen hervorragend zum Fliegen werden (sagt nicht meine Wind-App sondern die lokalen Fluglehrer).

Samstag, 11. Januar 2014

11.01.2014: Ankunft in La Cumbre

Auch wenn es nicht ganz einfach war, habe ich mich von meiner Verwandschaft verabschiedet und bin bei meinem ersten Fluggebiet angekommen: Cuchi Corral bei La Cumbre.


Leider stimmte weder Windrichtung noch Windstärke, der Wind kam von hinten und das auch noch ziemlich stark. Beeindruckend war, wie sich ein Kondor etwas seitlich vom Startplatz versetzt in der Luft halten konnte.

Es sieht so aus, als ob jetzt Parawaiting statt Paragliding angesagt ist. Aber das ist ja wohl des Schicksal eines Gleitschirmfliegers ;-)

Der Campingplatz hier hat einen schönen Swimmingpool:


Und zum ersten Mal seit ich in Argentinien bin^, habe ich mir heute Abend etwas über gezogen. So wie es aussieht, wird es nachts endlich mal etwas kühler (bei einer Höhe von 1180 m über NN auch kein Wunder).


Freitag, 10. Januar 2014

10.01.2014: Familientag

Heute habe ich den Tag bei meiner Tante und bei meinen Onkel verbracht. Unternehmungen waren ein Besuch im hiesigen Museum und bei einer Freundin der Familie.

Hier meine Tante und mein Onkel beim mittäglichem Steak-Essen:


Und hier das Hauptausstellungsstück des Museums, eine voll funktionierende elektromechanische Telefonvermittlungsstelle der Firma Siemens:



Donnerstag, 9. Januar 2014

09.01.2014: Reise in die Vergangenheit - Teil 2

Von dem Stausee, an dem ich die gestrige Nacht verbracht habe bis nach Villa General Belgrano sind es nur ca. 30 Minuten Autofahrt. Ich bin also mal schnell dahin gefahren.

Die Gründe dafür sind neben der kurzen Entfernung:
  1. Villa General Belgrano ist der Ort, an dem viele Deutsche wohnen.
  2. Hier wohnt auch meine Tante und mein Onkel.
Zweitens liegt wohl an erstens und ist natürlich für mich auch der Hauptgrund, hierher zu kommen.

Hier ein paar Bilder von der Hauptstraße (ich habe ein paar Dutzende gemacht):





PS: Hier ist es hügelig und ich bin nicht mehr weit davon entfernt, Gleitschirm zu fliegen. Aber erstmal bleibe ich noch einen Tag hier.